Sind Qualifikationssysteme im Unternehmen noch Zeitgemäss?

Sind Qualifikationssysteme im Unternehmen noch Zeitgemäss?

Dies kann ich mit einem klaren “Ja” beantworten. Aber mit gewissen Vorbehalten. Das System ist nur so gut, wie es gemacht wird. Und da möchte ich ansetzen. Zuerst möchte ich Sie fragen, lieber Leser; Haben Sie ein solches System in ihrem Unternehmen? Benutzen Sie es auch wirklich? Und jetzt gebe ich noch einen drauf; Oder wird das System benutzt um die Mitarbeiter fertig zu machen, um seine Fehler besser zu vertuschen, hier meine ich natürlich die Chef’s? So nach dem Motto dem werde ich schon zeigen, dass er eine Niete im Unternehmen ist. Und an Lohnerhöhung ist gar nicht zu denken, dass schadet sowieso dem Unternehmen.

Ich habe jetzt etwas bewusst übertrieben. Und hoffe, dass es diese Vorkommnisse in ihrem Unternehmen nicht gibt. Das wäre sehr Schade und würde der Unternehmung in keiner Art und Weise helfen. Dann wäre es wirklich nur eine Frage der Zeit bis es die Unternehmung nicht mehr besteht.

Kommen wir jetzt aber wieder zurück und betrachten uns einmal die verschiedenen Systeme die es gibt. Die meisten sind nicht geradlinig, sondern eine Mischung, von verschiedenen Komponenten. Folgende Aspekte bei der Qualifikation werden berücksichtigt, und nur diese:

  • Feststellbar
  • Belegbar
  • Kontrollierbar und verständlich

Es kann nicht ein beliebiges und vor allem fertiges System übernommen werden, weil das Qualifikationssystem den Bedürfnissen und Besonderheiten eines Unternehmens anzupassen ist. Zuerst wurden eine vielzahl psychologische Begriffe verwendet, die von Vorgesetzten und Qualifizierten verschiedenartig ausgelegt wurden. Bis man merkte, dass es so nicht ging. Weil es zuviel Zeit in Anspruch nahm. Also begnügte man sich nur mit einer beschränkten Anzahl von gebräuchlichen, leicht verständlichen Merkmale, die sich auf das direkte beobachtet Arbeitsverhalten bezogen.

Begriffe wie Auffassungsgabe, Gedächtnis, Vitalität und Charakter wurde gar nicht berücksichtigt. Eigentlich sehr schade. Den hier würden die Potenziale besser erkannt werden. Leider machen das die wenigsten Unternehmen.

In der Praxis kenne wir folgende Qualifikationssysteme:

  • deskriptive
  • quantitative
  • ganzheitliche

Deskriptive Systeme versuchen aufgrund -vorgeschriebener Kriterien, -Fragebogen, -freier Beobachtung zu beschreiben.

Vorgeschriebener Kriterien:

-Weil es sich um vorgegebene Kriterien handelt, ist der objektive Aussagewert klein. Es besteht die Gefahr grosser Subjektivität.

Fragebogen:

-Es darf nur von beweisbaren und tatsächlichen Vorkommnissen ausgegangen werden. Hier fehlt die Objektivität.

Freie Beobachtung:

-Der Vorgesetzte verfasst einfach einen Bericht über seine Feststellungen. Die Gefahr ist ganz besonders gross, wenn der Vorgesetzte Beobachtungen macht und sie mit unbewussten Eigenbeobachtungen, Interessen usw. vermischt.

Quantitative Systeme

Sie gehen darauf aus, mit Punkten den Lohn zu bestimmen und dadurch leistungsanreizend auf das Arbeits- und Sozialverhalten zu wirken.

Vorsicht ist dabei geboten, weil bis jetzt noch keine quantitative Methode gefunden wurde, die eine wirklich gerechte Leistungsentlöhnung in Bezug auf das individuelle Arbeitsverhalten gebracht hätte. Hoffen wir, dass dies in Zukunft besser wird.

Ganzheitliche Systeme

Beim ganzheitlichen System wird der Vorgesetzte mit einbezogen. Das heisst, die Qualifikation kann nur wirksam eingesetzt werden, wenn der Vorgesetzte wirklich führen will und kann. Meistens ist es so, dass nicht der Fehler nur beim Mitarbeiter liegt, sondern auch
beim Vorgesetzten, wenn man dem Fehlverhalten nachgeht. Meistens liegt es dann im Mangel an Führung und zweckmässiger Organisation.

Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, lade ich Sie zu einem kostenlosen Erstgespräch ein. Folgen Sie einfach dem vorgegebenen Link und fühlen das eingeblendete Formular aus und senden die Nachricht an mich. Sie werden umgehend kontaktiert.

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